Freitag, 26. August 2011








Einige Zitate, die ich den Vorträgen dort entnommen habe:

Matt Schmucker:
Die Gemeinde bildet die Herrlichkeit Gottes in dieser Welt ab.

Unser Erfolg ist es, wenn wir Gottes Wort treu verkündigen.

Wir bereiten uns nicht auf die Rente vor, sondern auf den Himmel.

Je mehr ein Ältester Zeit im Wort Gottes verbringt, desto gesegneter wird seine Gemeinde sein.



Andre Bay:
Mission ist nicht dazu da, die Verlorenen zu retten, sondern dem Befehl Jesu gehorsam zu sein.




Was einzelne von den Referenten vorgetragen haben, war einprägsam. Nicht alles konnte ich unterschreiben - aber darum ging es auch nicht. Im Zentrum ging und geht es um die klare Verkündigung des Evangeliums.



Kannst Du das Evangelium im Kern innerhalb von 60 Sekunden einem anderen Menschen sagen? Dies war eine Übung, zu der uns Matthias Lohmann herausgefordert hatte.
"Jesus hat Dich lieb und einen ganzen tollen Plan für Dein Leben. Komm zu Jesus, dann wirst Du diesen Plan erfahren." - Mit dieser Theologie bin ich in mein Christenleben gestartet. Aber damit liegt man nicht richtig.



Vier kurze, knappe Punkte führen das Evangelium zusammen (nach Römer 1-4):




GOTT - MENSCH - CHRISTUS - ANTWORT




(Die Formulierungen hat ein Amerikaner namens Greg Gilbert zusammengebracht).

GOTT hat die Welt und auch den Menschen geschaffen. Der Mensch ist Gott als seinem Schöpfer verantwortlich.
Der MENSCH hat sich von Gott abgewandt und revoltiert. Seither lebt er getrennt von Gottes Herrlichkeit und in Finsternis.
Gott sandte aus Gnade und Liebe CHRISTUS, seinen Sohn, um die Menschen durch sein stellvertretendes Opfer und seine Auferstehung aus der Finsternis ihrer Werke in das Licht Gottes zu bringen.
Dieses Werk Christi verlangt eine ANTWORT des Menschen: Er ist dazu aufgerufen, dieses Opfer im Glauben als für sich wirksam anzunehmen ,damit die verloren gegangene Einheit mit Gott wiederhergestellt ist.

(Ich weiß, nicht alle meine Begriffe hier sind theologisch sattelfest, aber so habe ich es mir gemerkt.)








Vor einer Woche war ich nun also auf der Konferenz Evangelium 21 in der Arche in Hamburg. Nun bin ich kein Konfernenz-Christ. d.h. abgesehen von zwei "Konferenzen", die ich in mehr als 15 Jahren Christsein erleben durfte, ist das schon eine Ausnahme. Von daher habe ich keine Erfahrungen, die ich in die Waagschale werfen könnte. Aber es ist doch so, dass mich vieles von dem, was ich dort gehört habe, noch eine Woche später bewegt.

Für meine praktische Arbeit in der Gemeinde war sicherlich der Vortrag am interessantesten, den ein Matt Schmucker über das Thema "biblische Ältestenschaft" gehalten hat. Er skizzierte hierin ein biblisches Verständnis davon, was das eigentlich heißt. Nach Apg 6; 4 sind Älteste dazu berufen, beständig im Wort und im Gebet zu bleiben. Dies ist der Kern ihrer Berufung. Doch gibt es Hindernisse, schon in der Urgemeinde, diesem Dienst treu zu sein. Denn zu viel Aufgaben landen in den Händen der Ältesten. In der Urgemeinde setzten die Ältesten daher Diakone ein, deren Aufgabe es war, den Dienst der Ältesten zu unterstützen. Und tatsächlich segnet Gott diese Ordnung, denn "das Wort Gottes breitete sich aus" (Apg 6: 7).

Stehen der Dienst am Wort und Gebet für die Gemeinde wirklich im Zentrum des Ältestendienstes?

Drei Dinge führte Schmucker noch an, die den Dienst praktisch kennzeichnen:
> Zusammenrufen der Gemeinden (Apg 20: 28)
> Dienst am Wort (Apg 6: 4)
> Zurüsten anderer (Eph 4: 11 ff.)

Bei dem Zusammenrufen und -halten der Gemeinde (Schmucker sprach von "gathering the flock") geht es auch darum, dass die Ältesten in der Washingtoner Gemeinde wirklich über jedes Gemeindemitglied sprechen: Wie entwickelt sich der Bruder, die Schwester? Mit wem hat er/sie Kontakt? Wo dient er/sie? Und dann gibt es noch eine Liste mit den Problemfällen. Zudem ist es Ältestenaufgabe, die neu Aufzunehmenden zum Gespräch zu laden um mit ihnen zu sprechen.

Dies geht natürlich nur, wenn die Ältesten voller Zuversicht sind, dass die Dinge in der Gemeinde laufen, wenn sie sich um das Wort kümmern.

Wo sich personelle Lücken auftun, weil es über die eigene Kapazität hinausgeht, stehen die Ältesten in der Pflicht, neue Leiter auszurüsten.

Das Spannende daran war für mich, dass die Gemeindegröße in der Capitol Hill Baptist Church Washington ähnlich war, wie in unserer Christengemeinde Elim Hamburg: 800-1000 Mitglieder, 12 Älteste.

Muss ich meinen Dienst ändern, damit sich dies vollziehen kann? Und was sagen die Ältestenbrüder dazu? Und erst recht: Was die Diakone, der ELK - und die Gemeinde?

Wir stehen vor der grundsätzlichen Frage, welches Modell wir als Gemeinde bevortzugen. Denn in der freikirchlichen Struktur bei uns gibt es noch den Kompromiss zu überkommenen deutschen landeskirchlichen Organisationsformen: Alles läuft sternförmig auf den Pastor zu. Und bei uns läuft alles sternförmig auf den Pastor und die Ältesten zu. Biblisch ist das nicht.

Also: Gebet und Dienst am Wort, Zusammenhalten der Gemeinde und Ausrüstung neuer Leiter, das ist das Ältestenkerngeschäft. Das andere, was wir tun, ist zwar wichtig und richtig, aber eben nicht das Wesentliche.


Sonntag, 9. Januar 2011

Welche Art von Opfer ist man bereit zu geben, wenn es um die innere Überzeugung geht? Wenn ich lese, was Christen um den Erdball leiden um ihres Glaubens willen - und ich bin nicht bereit, das zu veröffentlichen, wovon ich überzeugt bin, dann komme ich mir ziemlich erbärmlich vor.


Freitag, 31. Dezember 2010

Donnerstag, 30. Dezember 2010

The Gospel in 6 Minutes (John Piper)

Ich denke nach über die Frage, ob wir in unseren christlich-pfingstlichen Kreisen oft genug einem Machbarkeitsideal nachhängen. "Wir" produzieren Glauben, "wir" erwarten Wunder, "wir" beten und - schwuppdiwupp - muss etwas passieren. Glaub es nur, entscheide dich, bete - und es wird passieren.

Ist das so?

Welchen Stellenwert soll Gottes Wort, soll Gottes Wesen, soll Gottes Selbstherrlichkeit in unseren Gottesdiensten noch einnehmen? Wenn der Geist weht, wo wir wollen, wird auch der Geist wehen, den wir produzieren. Und der wird sich vom Geist Gottes durchaus unterscheiden.

Sind wir wirklich bereit, um Christi willen zu leiden: Gebete, die nicht so erhört werden, wie wir erhoffen, Hoffnungen, die zerschellen, Heilung, die nicht eintritt - trotz Gebet, trotz Fasten, trotz, trotz, trotz.....

Ich glaube an Gott, der mich trägt, weil Er mich liebt. Ich glaube an Gott, den ich lieben darf: Nicht als Versorger, Arzt, Streiter, Erlöser - sondern weil Er Er ist. Um Seinetwillen lieben.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Wieder da...

Ich bin wieder da.....